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Wenn Ihr Geschäftsmodell nicht richtig greift

Etablierte wie junge Unternehmen sehen sich wachsender Komplexität gegenübergestellt. Aber wie sichert das Integrationskonzept den Erfolg von Geschäftsmodellen?

Von Oliver D. Doleski

Veränderungsprozesse sind allgegenwärtig und so alt wie die Menschheit selbst. Aber warum ist dieses Thema heute gerade im Management so präsent, handelt es sich doch keineswegs um ein neuzeitliches Phänomen? Die Antwort ist denkbar einfach. Die aus Unternehmersicht wachsende Bedeutung von Veränderungen resultiert aus der zunehmenden Dynamik heutiger Märkte und dem aus ihr resultierenden Komplexitätsanstieg. In der betrieblichen Praxis lassen sich zahlreiche Beispiele dafür finden, dass traditionelle Methoden und Geschäftsmodelle mitunter keine optimalen Ergebnisse liefern oder gar scheitern.

Praktikables Werkzeug zur Geschäftsmodellentwicklung

Bekannte Geschäftsmodellansätze haben ihre Tauglichkeit in den unterschiedlichen Anwendungsfällen unter Beweis gestellt. Jedoch greifen klassische Modelle im Hinblick auf die Berücksichtigung unterschiedlicher Rahmenbedingungen mitunter zu kurz. Zur erfolgskritischen Beherrschung von Komplexität bedarf es leistungsfähiger Instrumente, die alle wesentlichen Parameter ökonomischen Handels in ausgewogener Form berücksichtigen und in eine ganzheitliche Lösung überführen. Ein probates Mittel beim Umgang mit Komplexität stellt neben der systematischen Strukturierung vielschichtiger, heterogener Zusammenhänge insbesondere die umfassende Integration aller für die Geschäftstätigkeit relevanten Einflussfaktoren und Restriktionen dar.

Hier setzt das anwendungsorientierte St. Galler Management-Konzept an. Es hat die Fähigkeit, vielfältige Einflüsse aus allen Managementbereichen ganzheitlich zu betrachten und umfassend zu berücksichtigen. Es liefert Entscheidern ein praktikables Denkmuster für den Umgang mit komplexen Rahmenbedingungen und Marktumfeldern. Wird dieses ursprünglich primär auf Fragen der Unternehmensführung fokussierte Konzept auf den Geschäftsmodellkontext übertragen, so erhält das Management ein praktikables Werkzeug zur Geschäftsmodellentwicklung.

Vom Getriebenen zum Treiber

Mit seinen fünf ineinandergreifenden Modellkomponenten ermöglicht das Integrierte Geschäftsmodell iOcTen die umfassende Berücksichtigung aller erfolgskritischen Einflussfaktoren und Zusammenhänge betrieblicher Leistungserstellung. Mittels zehn ausgewählter Modellelemente gelingt es, die normative, strategische und operative Dimension von Geschäftsmodellen vollständig abzubilden. Wichtiges geht nicht verloren; scheinbar Nebensächliches wird nicht ignoriert. So hilft das Integrierte Geschäftsmodell Unternehmen bei der aktiven Gestaltung ihrer ökonomischen Zukunft. Aus Getriebenen werden die Treiber von morgen.

→ Dieser Beitrag erschien in ähnlicher Form erstmals am 11. November 2014 im Wissensportal Springer Professional.

Geschrieben von Oliver D. Doleski

→ Bild: © A. Burkert

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Weiche von Oliver D. Doleski; switch by Oliver D. Doleski

Geschäftsmodellmanagement – Hype oder geeigneter Ansatz zur Komplexitätsbewältigung?

Ökonomie ist durch fortwährende Veränderungen gekennzeichnet. Die aus dieser Dynamik resultierende Komplexität gilt es zu beherrschen. Erfolgreiche unterscheiden sich von weniger erfolgreichen Unternehmen durch ihre Fähigkeit zur Komplexitätsbewältigung.

Von Oliver D. Doleski

Veränderung ist kein neuzeitliches Phänomen. Es gab sie spätestens seit wir Menschen unsere Höhlen verlassen haben und in mehr oder weniger entwickelten Zivilisationen leben. Neu sind allerdings Anzahl und Dynamik relevanter Einflussfaktoren, die unternehmerisches Handeln heutzutage maßgeblich beeinflussen und den Veränderungsdruck bestimmen. Die fortschreitende Globalisierung, die Zunahme der Wettbewerbsintensität, die anhaltende Tendenz zur Verkürzung der Innovationszyklen sowie eine vielfach wachsende Erwartungshaltung auf der Kundenseite repräsentieren nur einige dieser Parameter, die den wirtschaftlichen Erfolg aller heute handelnden Akteure nachdrücklich beeinflussen.

Die in den vergangenen Jahren stetig an Dynamik zunehmenden Veränderungsprozesse bestimmen Managemententscheidungen in nahezu allen Branchen nachhaltig. Die aus dieser Dynamik resultierende Komplexität avanciert zum wesentlichen Charakteristikum heutiger Märkte. Komplexität fungiert gewissermaßen als der bestimmende, allgegenwärtige Dreh- und Angelpunkt, an dem sich das wirtschaftliche Handeln von Unternehmen auszurichten hat. Traditionelle Methoden der Betriebswirtschaftslehre können in diesem schwierigen Umfeld mitunter nur suboptimale Ergebnisse liefern.

Der Handlungsdruck ist mitunter immens. Flexibilität und Innovationsfähigkeit sowie die Fähigkeit, sich umfassend auf politisch-rechtliche, ökonomische, soziokulturelle, technologische sowie ökologische Herausforderungen mittels adäquater Lösungen einzustellen, haben fraglos einen erheblichen Bedeutungszuwachs erfahren. Neue, praktikable Modellansätze zur Geschäftsentwicklung sind gefragt, um auch in Zukunft das jeweilige Business mit Erfolg betreiben zu können.

Als Mittel zur Geschäftsentwicklung unter komplexen Rahmenbedingungen haben sich in der Praxis bislang mehrere unterschiedliche Geschäftsmodellkonzepte etabliert. Stellvertretend für die in der deutschsprachigen Managementlehre existierenden Geschäftsmodellansätze seien die Business Model Canvas von Osterwalder und Pigneur, das Business Model von Wirtz und das auf der anwendungsorientierten Theorie des St. Galler Management-Konzepts beruhende Integrierte Geschäftsmodell iOcTen genannt. Diese Geschäftsmodellkonzepte haben in zahlreichen Anwendungsfällen ihre Tauglichkeit unter Beweis gestellt. So weisen beispielsweise Osterwalder und Pigneur in ihrem Bestseller „Business Model Generation“ darauf hin, dass ihr Geschäftsmodell-Ansatz bereits in zahlreichen Unternehmen erfolgreich zum Einsatz gebracht wurde. Auch das Integrierte Geschäftsmodell iOcTen ermöglicht im Rahmen der Geschäftsmodellevolution die Beherrschung von Komplexität mittels systematischer Berücksichtigung vielfältiger Facetten relevanter Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren. Dies gelingt, weil dieser Ansatz Komplexität nicht einfach ignoriert, sondern vielmehr differenziert in beherrschbare Einzelaspekte der normativen, strategischen und operativen Betrachtungsebene überführt. – Demzufolge handelt es sich bei modernen Geschäftsmodellkonzepten keineswegs um einen Hype, sondern vielmehr um geeignete Ansätze zur Komplexitätsbewältigung.

Geschrieben von Oliver D. Doleski

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