Schlagwort-Archive: Utility 4.0

Realisierung Utility 4.0 von Oliver D. Doleski

Freigabe der Druckfahne zu Realisierung Utility 4.0 Band 1 & 2

Freigabe der Druckfahne. Soeben habe ich die Druckfahnen beider Bände von „Realisierung Utility 4.0“ final freigegeben. Mit dieser Freigabe kann die Veröffentlichung in den kommenden Wochen erfolgen. Als stolzer Vater freue ich mich, dass mit 890 Seiten im Band 1 und 871 Seiten im Band 2 ein stattliches Projekt entstanden ist.

Ende 2018 gestartet, hatte ich rückblickend nicht erwartet, dass aus der Idee weniger als ein Jahr später eine so umfangreiche Publikation zur Digitalisierung der Energiewirtschaft werden könnte. Ich bin stolz und sehr dankbar, dass über 165 Autoren – vielfach in ihrer Freizeit – dazu bereit waren, mit ihren über 100 Textbeiträgen das Projekt zu ermöglichen. Die großartige Utility-4.0-Autorengemeinschaft hat damit gemeinsam ein gelungenes Werk Realität werden lassen.

Vielen Dank an alle Freunde und Förderer der Utility-4.0-Idee. Oliver D. Doleski

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innogy-Arbeitskulturwerkstatt in Essen

innogy zeigt mit „innogize our work“, wie gelebte Arbeitskultur in Utility 4.0 entsteht

Utility-4.0-Initiativen werden von Energieunternehmen meist mit viel Enthusiasmus geplant und begonnen, um in der Praxis doch zu scheitern. Die innogy SE hat diese Herausforderung erkannt und einen Weg für eine erfolgreiche Transformation gefunden. – Dirk Smikale, Mitautor des Fachbeitrags „Neue Arbeitskultur in der Energiewirtschaft – wie geht das?“ des im Herbst erscheinenden Buchs „Realisierung Utility 4.0“, erläuterte mir bei meinem Besuch der innogy-Arbeitskulturwerkstatt in Essen, wie innogy den Kulturwandel aktiv angeht. Ein Bericht von Oliver D. Doleski.

innogy-Arbeitskulturwerkstatt in EssenEs erscheint naheliegend, dass sich das Management eines Versorgungsunternehmens bei Digitalisierungsinitiativen vielfach zunächst auf Fragestellungen der Strategie, den informations- und systemtechnischen Anforderungen, den Geschäftsprozessen und nicht zuletzt dem geplanten digitalen Angebot konzentriert. Was aus meiner Beobachtung bei der Initiierung von Digitalisierungsvorhaben jedoch häufig zu geringe Beachtung erfährt oder sogar gänzlich vergessen wird, ist nicht weniger entscheidend für den Erfolg der digitalen Transformation in Richtung Utility 4.0. Es handelt sich um die kritischen Erfolgsfaktoren Mitarbeiter, Führung und Arbeitskultur.

Utility 4.0 heißt: Neue Werte leben

Immer wieder bestehen Utility-4.0-Projekte den Praxistest nicht oder enttäuschen die in sie gesetzten Erwartungen. Was ist in diesen Fällen geschehen? Die Antwort auf diese Frage ist häufig erschreckend ernüchternd. Die betrieblichen Strukturen und Prozesse, die Unternehmens- und Arbeitskultur sowie das Digitalwissen von Führungskräften und Mitarbeitenden entsprechen nicht den Anforderungen der digitalen Energiewelt.

Diesen Zusammenhang hat die innogy SE frühzeitig erkannt und das Programm innogize our work (iow) ins Leben gerufen. iow folgt dabei der Überzeugung, dass in Zeiten der digitalen Transformation die Arbeitskultur nicht starr, sondern vielmehr ein dynamischer Prozess ist. Dabei müssen die Inhalte der Arbeitskultur den Entwicklungen der relevanten Produkt- und Bewerbermärkte sowie den gesellschaftlichen Trends flexibel folgen. Ziel von iow ist daher, dass Mitarbeiter und Führungskräfte bis hin zum Vorstand die neuen Werte erleben und selbst leben, so der Leiter des Competence Teams iow Dirk Smikale.

Digitale Kultur erlebbar machen

Die Erfahrungen mit iow sind bislang ausgesprochen positiv und werden von der innogy-Organisation erfreulich gut aufgenommen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist aus Sicht der Programmleitung, dass den Betroffenen die Notwendigkeit des Wandels – von der die Energiewirtschaft schließlich im besonderen Maße betroffen ist – nicht allein rational vermittelt, sondern vielmehr die neue Arbeitskultur auch praktisch erlebbar wird. „Zum einen entwickeln wir die Vorstellungen einer flexiblen und innovativen Kultur kontinuierlich mit den Menschen in unserem Unternehmen weiter, zum anderen schaffen wir einen nachhaltigen Veränderungsprozess, indem wir die Menschen hier gezielt begleiten und immer wieder Impulse zu weiteren Veränderungen geben“, führt Dirk Smikale authentisch aus, während er durch die innovativ gestalteten Räume der innogy-Arbeitskulturwerkstatt in Essen führt.

Erfolgsfaktor iow journey

innogize our work heißt vor allem, Mitarbeiter und Führungskräfte in die Lage zu versetzen, den digitalen Wandel im eigenen Umfeld selbst gestalten zu können. Hier hat sich die iow journey besonders bewährt. Bei dieser „Kulturreise“ werden die teilnehmenden Teams auf ihrem Weg zur neuen Arbeitskultur von Coaches im innovationsfördernden Umfeld begleitet und aktiv unterstützt. Dirk Smikale ist dabei besonders stolz auf die beiden innovativen Arbeitskulturwerkstätten in Dortmund und Essen, in denen die Teams mindestens zwei bis maximal sechs Wochen zu Gast sind und nicht alleine moderne ITC-Technologie und flexible Raumkonzepte erleben, sondern vielmehr vom iow-Team auch bedarfsweise geschult werden. Das Spektrum reicht hier von Mindfulness über Feedback und Vertrauenskultur bis hin zu agilen Methoden. „Als iow-Team haben wir dabei gelernt, dass es für einen nachhaltigen Arbeitskulturwandel nicht nur auf flexible, aktivitätenbasierte Räume und gute Technik ankommt, sondern dass Change und nachhaltige Veränderungsfähigkeit nur über unser Mindset gelingt. Gleichzeitig ist das der am schwersten zu ändernde Zustand, der nur mit echten, also authentischen Vorbildern im eigenen Unternehmen auf der höchsten Managementebene durch Haltung und Vorleben initiiert werden kann“, so nochmals Dirk Smikale zum Ende des spannenden Tages vor Ort in Essen.

IUtility 4.0 Beitrag von Dirk Smikale und Karla Blankech bedanke mich für das freundliche Interview und die ausführliche Führung durch die beeindruckende Arbeitskulturwerkstatt der innogy SE in Essen. Leser, die mehr über das Programm erfahren möchten, sei der Fachbeitrag „Neue Arbeitskultur in der Energiewirtschaft – wie geht das? Ein Erfahrungsbericht vom Programm „innogize our work“ der innogy SE“ von Dirk Smikale (innogy) und Karla Blanke (Detecon International) empfohlen. Der Text wird im Doppelband „Realisierung Utility 4.0“ von Oliver D. Doleski abgedruckt, der ab Herbst 2019 im Handel verfügbar ist.

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Utility 4.0 Fachgruppen in Xing und LinkedIn

Happy Birthday zum dritten Geburtstag der Fachgruppe Utility 4.0

Drei Jahre Utility 4.0 auf LinkedIn und Xing

Happy Birthday Utility 4.0 im Mai 2019. Diesen Mai feiern wir den dritten Geburtstag der Fachgruppe Utility 4.0 auf den Plattformen LinkedIn (https://tinyurl.com/yax8938t) und Xing (https://tinyurl.com/ybm6ohzy).

In diesen drei Jahren hat sich unsere Community zu einer der größten deutschsprachigen Foren zur Digitalisierung der Energiewirtschaft in den sozialen Medien entwickelt. Daher freue ich mich als Moderator über das anhaltend große Interesse an der digitalen Transformation des Energiesektors. Erst vor drei Jahren am 01. Mai 2016 ins Leben gerufen, ist unsere Fachgruppe inzwischen mit über 6.100 Mitgliedern (Xing) eine der größten und meistbesuchten Foren zur digitalen Transformation der Energiewirtschaft in der D-A-CH-Region. Happy Birthday Utility 4.0!

Herzlichen Dank für Ihr Interesse!

Beste Grüße

Oliver D. Doleski

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Utility 4.0

Herbst 2019: Realisierung Utility 4.0 – Band 1 & 2

Realisierung Utility 4.0. Voraussichtlich im Herbst 2019 wird mit „Realisierung Utility 4.0“ die erste zweibändige Fachpublikation zur Digitalisierung der Energiewirtschaft im deutschsprachigen Raum erscheinen. – Bei der Digitalisierung des Energiesektors von Praxiserfahrungen anderer Experten profitieren! Dieser Devise folgend zeigen 165 Autoren aus 102 namhaften Unternehmen in 108 Fachbeiträgen ausgewählte Lösungen für eine erfolgreiche digitale Transformation der Energiebranche.

Als Herausgeber freue ich mich sehr darüber, dass der Springer Verlag kürzlich Band 1 „Praxis der digitalen Energiewirtschaft von den Grundlagen bis zur Verteilung im Smart Grid“ (https://www.springer.com/de/book/9783658253318) sowie Band 2 „Praxis der digitalen Energiewirtschaft vom Vertrieb bis zu innovativen Energy Services“ (https://www.springer.com/de/book/9783658255886) offiziell angekündigt hat.

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Utility 4.0 in Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH)

Utility 4.0 in der DACH-Region

Die Utility-4.0-Familie wächst länderübergreifend in der DACH – Region.

Seit einigen Jahren befindet sich die traditionelle Energieversorgung in Deutschland, Österreich und der Schweiz ( DACH ) in einer Zäsur. Angestammte Geschäftsmodelle der Energiewirtschaft sind in ihrer Existenz in allen drei Ländern gleichermaßen bedroht. Schließlich sind die Zeiten geschützter Gebietsmonopole als regionale Versorgungsbiotope, in denen zwangsloyale Kunden ihren Versorgungsunternehmen jahrzehntelang stabile Erträge bescherten, wohl unwiderruflich vorbei. Margendruck, Dezentralisierung und digitale Transformation dominieren mehr und mehr den Energiesektor in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Grund genug die Aktivitäten der Fachgruppe Utility 4.0 im gesamten deutschsprachigen Raum ausbauen. Als eines der größten und meistbesuchten Foren zur Digitalisierung der Energiewirtschaft verstärkt die Fachgruppe Utility 4.0 daher ihre Präsenz länderübergreifend in der DACH-Region. So ist seit Anfang 2018 die Anzahl der aus Österreich und der Schweiz stammenden Fachgruppenmitglieder überproportional angestiegen.

Neue Lösungen und Modellansätze zur Geschäftsentwicklung bei Stadtwerken und Co. sind in der digitalen Energiewelt von morgen gefragt. Genau an dieser Stelle setzt das Forum Utility 4.0 an. Praktiker sowie Fach- und Führungskräfte finden in dieser Fachgruppe eine zentrale Anlaufstelle und Diskussionsplattform für den fachlichen Austausch rund um das breite Thema der Digitalisierung und Dezentralisierung des Energiesektors.

Fachgruppe Utility 4.0 DACH

Utility 4.0Eines der größten deutschsprachigen Foren zur Digitalisierung der Energiewirtschaft.

Besuchen Sie das Xing-Forum.

Besuchen Sie das LinkedIn-Forum.

Die Gruppe wird von Oliver D. Doleski (Fiduiter Consulting) moderiert.

 

Fachgruppe Utility 4.0 auf Xing und LinkedIn – eines der größten deutschsprachigen Foren zur Digitalisierung der Energiewirtschaft.


 

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Taschen von Oliver D. Doleski

Energiewirtschaft – Kunden wollen keinen Strom, sie wollen Dinge tun können

Perspekive Utility 4.0: Kaum ein Kunde von Energieversorgungsunternehmen interessiert sich ernsthaft für Strom. Verbraucher machen sich kaum Gedanken um Elektrizität – diese hat im täglichen Leben schlicht verfügbar zu sein. Kunden wollen Dinge tun können und nutzen dazu elektrische Energie. Angesichts von Digitalisierung und Dezentralisierung erwarten immer mehr Verbraucher innovative Lösungen rund um die zeitgemäße Energieversorgung sowie exzellenten Service. Herausforderungen, die für Stadtwerke und Co alles in allem ohne erfolgreiche digitale Transformation kaum zu bewältigen sind.

Die traditionelle Energieversorgung befindet sich in einer Zäsur. Die Energiewirtschaft durchläuft heute den größten Veränderungsprozess seit der Elektrifizierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Man muss kein Kenner der Energiebranche sein, um zu erkennen, dass angestammte Geschäftsmodelle der Energiewirtschaft spätestens seit der Energiewende des Jahres 2011 in ihrer Existenz bedroht sind. Beinahe täglich erfahren wir aus den Medien, dass Margendruck, Dezentralisierung und digitale Transformation mehr und mehr den Energiesektor dominieren. Die traditionellen Geschäftsmodelle verlieren angesichts von Digitalisierung und Dezentralisierung zusehends an Bedeutung und werden zu Pflegefällen.

Die Zeiten geschützter Gebietsmonopole als regionale Versorgungsbiotope, in denen zwangsloyale Letztverbraucher – so hießen Kunden in der Energiewirtschaft einmal – den Energieunternehmen jahrzehntelang stabile Erträge bescherten, sind unwiderruflich vorbei.

Utility 4.0 – Energieversorgungsunternehmen verändern ihr Gesicht

Bei zahlreichen Energiekonzernen, Regionalversorgern und Stadtwerken wächst angesichts veränderter Rahmenbedingungen die Überzeugung, dass sie ohne einen umfassenden Veränderungs- oder Transformationsprozess im Versorgungmarkt der Zukunft kaum bestehen können. Konkret setzt aufseiten dieser vormals monopolistisch strukturierten Versorgungsunternehmen – für die noch vor Jahren echter Wettbewerb nahezu unbekannt war – ein Umdenken in Richtung verstärkter Dienstleistungs- und Kundenorientierung ein. Immer mehr Versorger entdecken den Letztverbraucher als Kunden auf Augenhöhe, dem sie innovative Versorgungsprodukte samt Zusatznutzen anbieten können. Parallel schwindet die Bedeutung der traditionellen reinen Energieverteilung, also der klassische Verkauf von Kilowattstunden. Augenscheinlich wird das Erscheinungsbild der Energiebranche in Zukunft zunehmend von Akteuren mit innovativen Dienstleistungsangeboten geprägt: den Utility 4.0.

Utility 4.0Die Energiewirtschaft hat seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Wesentlichen drei Hauptentwicklungsstufen durchlaufen und steht mittlerweile am Beginn ihrer bislang letzten, vierten Phase. Alles begann zunächst mit Energieverteilungsunternehmen, den Utilities 1.0, die via Kabel Strom über weite Strecken zu deren Abnehmern transportierten. Mit der in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts einsetzenden Liberalisierung und Deregulierung begann eine neue, zweite Epoche. Während im entstehenden liberalisierten Markt sich die Letztverbraucher ihren Versorger frei auswählen konnten und so von reinen Abnehmern zu mündigen Kunden mutierten, erfolgte auf der Anbieterseite die ordnungspolitisch geforderte Trennung von Netzbewirtschaftung und Energievertrieb. An die Stelle der ursprünglichen Energieverteilungsunternehmen traten Energieversorgungsunternehmen (EVU) oder Utilities 2.0. Seit etwa 2011 zeichnete sich die Tendenz ab, dass diese EVU nicht mehr ausschließlich Energie verkaufen, sondern als Energiedienstleistungsunternehmen (EDU) oder Utilities 3.0 umfassende Services und erweiterte Produkte ihren Kunden anbieten. Inzwischen stehen diese EDU am Beginn der digitalen Transformation, bei der Energiemarkt und Informationstechnologie miteinander verschmelzen. Perspektivisch entstehen dabei digitale Energiedienstleistungsunternehmen (eEDU) oder Utilities 4.0, deren Leistungsangebote vorzugsweise vernetzt, flexibel, digital und dienstleistungsorientiert sein werden.

Digitalisierung der EnergiewirtschaftAnfang 2016 wurde der Begriff Utility 4.0 im Booklet „Utility 4.0 – Transformation vom Versorgungs- zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen“ erstmals von Oliver D. Doleski publiziert. Schließlich folgten neben der erwähnten Erstpublikation im Jahr 2017 zwei weitere Bücher. Einerseits das farbig illustrierte Fachbuch „Herausforderung Utility 4.0“ mit über 800 Seiten und andererseits als zweites Booklet das Essential „Roadmap Utility 4.0“. War der Begriff im Januar 2016 noch unbekannt, so wird er heute von immer mehr Unternehmen des Energiesektors als eingängiger Sammelbegriff für serviceorientierte digitale Versorgungsunternehmen gebraucht.

Herausforderungen im Energiesystem der Zukunft

Man muss kein Prophet sein um zu dem Schluss zu gelangen, dass auf absehbare Zeit nur diejenigen EVU prosperieren oder gar überleben werden, denen der Übergang von der traditionellen zur digitalen Energieversorgung gelingt. Insofern sind Versorger gut beraten, den Prozess der digitalen Transformation aktiv voranzutreiben und infolgedessen ihre Energieangebote mit innovativen Lösungen der Informationstechnologie zu verschmelzen. Kurz gesagt, bedarf es einer Transformation heutiger Energieversorgungsunternehmen in Richtung digitaler Energiedienstleistungsunternehmen oder Utilities 4.0.

Wenn also Digitalisierung und Dezentralisierung heute ganz oben auf der Tagesordnung von Stadtwerken und Co. stehen, drängt sich für den Praktiker die Frage auf, wie sich Versorger auf diese Rahmenbedingungen einstellen können. Mit anderen Worten, welche wesentlichen Herausforderungen gehen aufseiten innovativer Versorgungsunternehmen mit einer umfassenden datentechnischen Vernetzung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfung einher? Zunächst müssen Utilities 4.0 den digitalen Wandel mit dem ihm innewohnenden Komplexitätsanstieg organisatorisch verkraften. Besonderes Augenmerk ist in diesem Kontext auf die Bewältigung des deutlich zunehmenden Datenvolumens, also der wirtschaftlichen Informationsverarbeitung in Echtzeit, zu legen. Gleichzeitig erwarten zunehmend souveräner agierende Kunden ein spürbar verbessertes Dienstleistungsangebot. Schließlich wollen Kunden keinen Strom kaufen, sie wollen Dinge tun können. Demnach erwarten sie vor allem innovative Lösungen rund um die zeitgemäße, nachhaltige Energieversorgung sowie exzellenten Service.

Der Kunde steht im Fokus – Utility 4.0 Betätigungsfelder

Die Erwartungshaltung der Kunden gegenüber „ihrem“ Versorger wächst merklich. Nur wenn es der Versorgungswirtschaft gelingt, den Prozess der digitalen Transformation konsequent zu Ende zu führen, können Energieversorgungsunternehmen ihren Privat- und Geschäftskunden ein adäquates Leistungsangebot offerieren und infolgedessen die Herausforderungen der Zukunft bewältigen. Damit steht unmittelbar die Frage nach aussichtsreichen Betätigungs- oder Geschäftsfeldern für Utility 4.0 im Raum.

Utility 4.0Das Leistungsangebot aller Akteure der Energiewirtschaft muss vorzugsweise Antworten auf das Phänomen der fortschreitenden Erosion des klassischen Versorgungsgeschäfts liefern und zugleich heutigen Kundenanforderungen entsprechen. Erfolgversprechend erscheint hier eine innovative Kombination von Services aus konsequenter Kundenorientierung, gelebter Dienstleistungsmentalität, glaubhafter Gemeinwohlorientierung und klarem Technologiefokus (Erfolgsfaktoren). Aus heutiger Sicht bieten sich als geeignete Betätigungsfelder digitaler Energiedienstleistungsunternehmen Leistungen in den Bereichen Energiedienstleistungen, Dezentralität und Infrastruktur an. Hier eröffnet beispielsweise der sich zurzeit etablierende Smart Market zukünftigen Utility 4.0 ein außergewöhnlich breites Betätigungsfeld. So können auf diesem Markt digitale Energiedienstleistungsunternehmen Strommengen intelligent handeln und mittels digitaler Services die mithin erheblichen Schwankungen von Angebot und Nachfrage im Elektrizitätssystem zum Ausgleich bringen.

 

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Utility 4.0

Utility 4.0 etabliert sich

Utility 4.0 etabliert sich. – Als eine der ersten Publikationen zur digitalen Transformation der Energiewirtschaft erschien bereits im Januar 2016 das Booklet „UTILITY 4.0 – Transformation vom Versorgungs- zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen“. Der kompakte Text begleitete die zu jener Zeit in Fahrt kommende Diskussion um die Digitalisierung des Energiesektors und etablierte mit UTILITY 4.0 zugleich einen neuen eingängigen Begriff für serviceorientierte digitale Versorgungsunternehmen. Nur wenig später – im Mai 2016 – wurde die gleichnamige Xing-Fachgruppe, die inzwischen über 1.000 Mitglieder umfasst, als Forum für Fragestellungen zur digitalen Transformation der Energiewirtschaft ins Leben gerufen. Schließlich folgte kürzlich das praxisorientierte Fachbuch „Herausforderung UTILITY 4.0“, welches einen umfassenden Einblick in digitale Energiedienstleistungsunternehmen (eEDU) bietet.

Weil Versorgungsunternehmen bei näherem Hinsehen heute eine den forschenden und produzierenden Wirtschaftssektoren vergleichbare Entwicklung durchleben, bedient sich die Wortschöpfung UTILITY 4.0 keineswegs zufällig der sprachlichen Analogie zum bekannten Zukunftsprojekt Industrie 4.0. Mit UTILITY 4.0 wurde so ein prägnanter Begriff für den Übergang von der analogen zur digitalen Energiewirtschaft etabliert. Die Debatte um die Ausgestaltung und Zukunft von Energieversorgungsunternehmen hat damit gerade erst begonnen.

Mehr dazu finden Sie hier.

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Oliver Doleski

22. Januar 2017

Digitalisierung der Energiewirtschaft

Digitalisierung der EnergiewirtschaftKürzlich ist im Springer Vieweg Verlag das praxisorientierte Fachbuch Herausforderung Utility 4.0 erschienen. Das farbig illustrierte Buch bietet auf über 800 Seiten umfassend Einblicke in die unterschiedlichen Facetten des hochaktuellen Themenfelds Digitalisierung der Energiewirtschaft.

Die insgesamt 40 Buchkapitel sind drei großen Hauptabschnitten zugeordnet. Im ersten Teil „Energiewirtschaft im digitalen Zeitalter“ werden grundlegende Aspekte und wesentliche Facetten der digitalen Energiewirtschaft eingeführt. Der darauffolgende zweite Abschnitt „Konzepte und Technologien für das digitale Energiesystem“ beschreibt vor dem Hintergrund einer in der energiewirtschaftlichen Praxis signifikant zunehmenden Bedeutung datenbasierter Lösungen eine Reihe ausgewählter IT-Strategien, Konzepte und Technologien. Abschließend beleuchtet der dritte Teil „Digitale Geschäftsmodelle für eine smarte Energieversorgung“ Ansätze für Lösungen und Services der digitalen Energiewelt von morgen.

Zwischen der ersten Idee und dem finalen Buch liegt ein weiter Weg mit zahlreichen Stationen und vielen Mitstreitern. Ohne das profunde Wissen und das hohe Engagement renommierter Autoren – von Vorständen bzw. Geschäftsführern von Energieversorgern über Universitätsprofessoren, Praktikern unterschiedlicher Schwerpunktthemen bis zu erfahrenen Unternehmensberatern – wäre dieses erste Grundlagenwerk zur Digitalisierung der Energiewirtschaft kaum entstanden. Daher möchte ich mich als Herausgeber ganz besonders bei allen an Herausforderung Utility 4.0 beteiligten Autoren bedanken:

Paul-Vincent Abs (E.ON Metering GmbH), Prof. Dr. Christian Aichele (Hochschule Kaiserslautern), Jos Anthonijsz (GISA GmbH), Christian Arnold (EWE AG), Dr. Maurus Bachmann (Verein Smart Grid Schweiz), Michael Bartsch (Deutor), Eckhart Böhme, Dr. Oliver Budde (Platinion GmbH), Dr. Tanja Clees (Fraunhofer SCAI), Timo Dell (rku.it GmbH), Benjamin Deppe (Soluvia Metering GmbH), Stephan Dieper (RheinEnergie AG), Prof. Dr. Christian Doetsch (Fraunhofer UMSICHT), Dr. Roman Dudenhausen (con|energy ag), Thomas Dürr (Siemens AG), Sebastian Ebert (COSMO CONSULT BI GmbH), Tobias Egeler (TransnetBW GmbH), Daniel Elsner (Arvato Systems GmbH), Marc R. Esser (Strategy & Transformation Consulting GmbH), Marcus Felsmann (Detecon International GmbH), Perry Fett (Fujitsu TDS GmbH), Dr. Stefanie Frey (Deutor), Stefan Fritsch (STAT-UP Statistical Consulting & Data Science), Dr. Julius Golovatchev (Detecon International GmbH), Dr. Heike Hahn (con|energy unternehmensberatung gmbh), Prof. Dr. Volker Herbort (Hochschule Ulm), Jean-Christoph Heyne (Siemens AG), Norbert Hofstetter (co.met GmbH), Maximilian Irlbeck (ZD.B | Zentrum Digitalisierung.Bayern), Dr. Thomas Kaiser (SSA & Company GmbH), Jürgen Klaus (GISA GmbH), Michael Köster (enmore consulting ag und ESPM CONSULTING AG), Dr. Oliver Krone (Verein Smart Grid Schweiz), Philipp Küller (Fujitsu TDS GmbH), Dr. Heiko Lehmann (Telekom Innovation Laboratories), Tobias Mache (enmore consulting ag), Dr. Reinhard Mackensen (Fraunhofer IWES), Bernd Mildebrath (Schleupen AG), Henrik Ostermann (Platinion GmbH), Wolfgang Pell (VERBUND Solutions GmbH), Dr. Rainer Pflaum (TransnetBW GmbH), Daniel Phillipp (COSMO CONSULT BI GmbH), Dr. Matthias Postina (EWE AG), Katherina Reiche (Verband kommunaler Unternehmen e.V.), Dr. Volker Rieger (Detecon International GmbH), Prof. Dr. Daniel Schallmo (Hochschule Ulm), Marius Schönberger (Hochschule Kaiserslautern), Katharina Schüller (STAT-UP Statistical Consulting & Data Science), Holger Schweinfurth (SAP SE), Prof. Dr. Indra Spiecker genannt Döhmann, LL.M. (Georgetown Univ.) (Goethe-Universität Frankfurt a.M.), Elmar Thyen (Trianel GmbH), Karsten Vortanz (VOLTARIS GmbH), Wolfram M. Walter (PMD Projektmanagement Deutschland Akademie GmbH), Sven Weber (Detecon International GmbH), Sebastian Weiße (SIV.AG), Peter Zayer (VOLTARIS GmbH).

Alle Autoren eint das Bestreben, dem Leser mit Herausforderung Utility 4.0 ein praxisorientiertes Buch an die Hand gegeben zu wollen, welches bei der erfolgreichen Bewältigung des Übergangs von der analogen zur digitalen Energiewirtschaft unterstützt und darüber hinaus allen Akteuren der Branche wertvolle Impulse für eigene Transformationsinitiativen liefert. – Die Debatte um die Ausgestaltung und Zukunft von Utility 4.0 hat damit gerade erst begonnen.

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Utility 4.0 von Oliver D. Doleski; Utility 4.0 by Oliver D. Doleski

Industrie 4.0 in der Energiewirtschaft: Utility 4.0

Digitalisierung steht heute in vielen Branchen ganz oben auf der Tagesordnung. Wo man hinschaut, Themen wie digitale Transformation, Internet of Things sowie Innovationsmanagement beherrschen Fachdiskussionen und Praxis gleichermaßen. Vor allem im deutschsprachigen Raum konnte sich für industrienahe Digitalisierungs-Initiativen inzwischen der Begriff Industrie 4.0 fest etablieren. Auf die Energiewirtschaft übertragen eröffnet dieser Ansatz die Chance auf neue Geschäftsmodelle für digitale Energiedienstleistungsunternehmen, den Utility 4.0.

Von Oliver D. Doleski

Nach Dampfmaschine, Massenproduktion und Automation durchläuft die Industrie mit der Digitalisierung derzeit die vierte industrielle Revolution. Im Zuge dieser vorläufig letzten Entwicklungsphase treten eine wachsende Anzahl von Akteuren forschender und produzierender Wirtschaftssektoren in eine durch IT und Internet bestimmte Welt ein. Am Ende dieses Transformationsprozesses verwandeln sich heutige Produktions- und Logistikunternehmen zu smarten Akteuren der Industrie 4.0. Dank ausgeprägter Parallelen alles in allem ein Vorgang, der sich mühelos auf die Energiewirtschaft übertragen lässt. Seit Beginn des Elektrizitätszeitalters in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat auch die Energiewirtschaft bislang drei zentrale Entwicklungsstufen durchlaufen. Vergleichbar mit der Entwicklung in der Industrie stehen inzwischen auch Energiekonzerne, Regionalversorger und Stadtwerke am Beginn einer bislang letzten, vierten Phase.

Vom klassischen Versorgungswerk zum digitalen Energiedienstleister

Angesichts dieser Parallelen bedient sich Utility 4.0 keineswegs zufällig der sprachlichen Analogie zur aktuellen Hightech-Initiative Industrie 4.0 der produzierenden Wirtschaft. Alles begann mit Energieverteilungsunternehmen, den Utilities 1.0, die kabelgebunden Strom über weite Strecken zu den Verbrauchern transportierten. Mit der in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts einsetzenden Liberalisierung und Deregulierung begann eine neue Epoche. Während im entstehenden liberalisierten Markt die Letztverbraucher sich ihre Versorger frei auswählen konnten und so vom reinen Abnehmer zum mündigen Kunden verwandelten, erfolgte auf der Anbieterseite eine Trennung von Netzbewirtschaftung und Energievertrieb. An die Stelle der Energieverteilungsunternehmen traten zunächst die bekannten Energieversorgungsunternehmen (EVU) oder Utilities 2.0. Seit etwa 2011 zeichnete sich allerdings die Tendenz ab, dass EVU nicht mehr ausschließlich Energie verkaufen, sondern als Energiedienstleistungsunternehmen (EDU) oder Utilities 3.0 umfassende Services und erweiterte Produkte ihren Kunden anbieten. Inzwischen stehen diese EDU am Beginn der digitalen Transformation, bei der die energiewirtschaftlichen Prozesse weitgehend digitalisiert ablaufen. Perspektivisch entstehen dabei digitale Energiedienstleistungsunternehmen (eEDU) oder Utilities 4.0, deren Leistungsangebote vorwiegend vernetzt, flexibel und dienstleistungsorientiert sein werden.

Geschäftsmodelle von Utility 4.0

Nach Zuteilung, Versorgung und Dienstleistung läutet somit auch in der Energieversorgung der Trend zur Digitalisierung ein neues Zeitalter ein. Durch die Verschmelzung von Energiemarkt einerseits und Informationstechnologie andererseits können sich – vergleichbar mit anderen Wirtschaftszweigen zuvor – zahlreiche neue Geschäftsmodelle im Energiesektor etablieren. Vieles spricht heute dafür, dass Versorgungsunternehmen vor dem Hintergrund wachsender Kundenanforderungen, steigender Prozesskomplexität und großer Datenmengen nur dann erfolgreich im zunehmend kompetitiven Energiemarkt bestehen können, wenn sie ihren Kunden eine innovative Kombination von Services aus konsequenter Kundenorientierung, gelebter Dienstleistungsmentalität, glaubhafter Gemeinwohlorientierung und insbesondere klarem Technologiefokus anbieten. Angesichts des Umstands, dass die Berücksichtigung dieser Erfolgsfaktoren gewichtigen Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg von Stadtwerken und Co haben, müssen diese Faktoren in den erfolgversprechenden Betätigungsfeldern Energiedienstleistungen, Dezentralität und Infrastruktur Anwendung finden. Nur so entstehen zukunftsfähige Geschäftsmodelle im Kontext von Utility 4.0, die ihrerseits die Chancen erhöhen, in der Energiewelt von morgen vornehmlich als digitale Energiedienstleistungsunternehmen bestehen zu können.

Zur Vertiefung der Thematik ist im Verlag Springer Vieweg das Booklet „Utility 4.0 – Transformation vom Versorgungs- zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen“ erschienen. Darin wird auf wenigen Seiten komprimiert der epochale Veränderungsprozess vom monopolistischen Versorgungs- zum digitalen Energiedienstleistungsunternehmen beschrieben. Das kompakte Buch beschränkt sich dabei nicht allein auf die reine Beschreibung dieses Transformationsprozesses. Vielmehr bietet es dem Leser darüber hinaus sowohl einen prägnanten Überblick über profitable Betätigungsmöglichkeiten digitaler Energiedienstleistungsunternehmen (Utility 4.0) als auch eine anwendungsorientierte Methode zur Realisierung neuer Geschäftsideen in der digitalen Energiewelt von morgen. Mit einem intuitiv verständlichen Leitfaden zur praktischen Umsetzung der digitalen Transformation in der Energiewirtschaft schließt das Buch.

Geschrieben von Oliver D. Doleski

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